Apfel

Apfel, Wirkung, Anwendung, Tee, Heilwirkung
Apfel

Beschreibung:
Ursprünglich stammt der Apfelbaum aus Asien. Doch schon in der Antike wurde er in Europa eingeführt und im Mittelalter landete er in mitteleuropäischen Gärten. Inzwischen gibt es über 2000 Apfelsorten mit teilweise recht unterschiedlichen Eigenschaften.
Der Apfelbaum wird mittelhoch und kommt auch als kleine Form oder Spalierobst vor, was die Ernte erleichtert. Die Blätter sind spitz eiförmig. Er gehört zu den Rosengewächsen.
Ende April bis Mai blühen die Apfelblüten weiss bis zartrosa. Wenn es warm genug ist, und die Insekten die Blüten befruchten, wachsen anschliessend an ihrer Stelle die Äpfel, die im frühen bis späten Herbst reif werden.

verwendete Pflanzenteile:
Früchte, Blätter

Blütezeit:
April - Mai

Sammelzeit:
Ende Juli bis Oktober

Haltbarmachung:
trocknen

Inhaltsstoffe:
Vitamin A, B und C, Mineralstoffe (Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen, Kalium), Fruchtsäuren, Lävulose, Dextrose, Apfelsäure, Milchsäure, Oxalsäure, Gerbsäure, Salizylsäure, Wachs, Pektin, Catechingerbsäure, Polyphenole, Kaffeesäurederivate, Mineralsalze
In den Samen sind blausäurehaltige Glykoside
Die Schale enthält besonders viel Vitamin C.


Wirkung und Anwendung:

  • blutreinigend, regt den Stoffwechsel an, stärkt Abwehrkräfte, adstringierend,  entzündungshemmend, schleimhautschützend, blutgerinnungshemmend, fördert die körpereigene Darmflora, blutbildend
  • Stoffwechselanregung/Entgiftung: Die Pektine im Apfelfruchtfleisch binden Schwermetalle wie Blei, Quecksilber, Cadmium und viele andere. Diese können dann einfach über den Urin ausgeschieden werden.
  • Heiserkeit, Hals- und Rachenentzündungen, Grippe, Erkältungen, Fieber, Bronchitis
  • Skorbut, Vitamin-Mangel, Fettsucht, Adipositas, Stoffwechselerkrankungen, Diabetes
  • Gicht, Rheuma
  • Arteriosklerose, Hämorrhoiden
  • Ekzeme, unreine Haut/ Akne
  • Nervosität, geistige Erschöpfung, Schlafstörungen (Apfel vor dem Schlafen gehen essen; denn der Blutzuckerspiegel fällt nicht ab und die Vitamine des B-Komplexes beruhigen)
  • Hilfe beim Wachwerden (Apfel gleich nach dem aufwachen essen)
  • vermeiden von Schwangerschaftsübelkeit am Morgen (Essen eines Apfels vor dem Aufstehen)
  • reinigt die Zähne: Der Apfel hat mit seinen Fruchtsäuren und Ballaststoffen einen stark reinigenden Effekt für die Zähne und funktioniert daher für die Zahnreinigung zwischendurch ebenso gut wie ein Kaugummi.


  • Durchfall, Verstopfung, Magen-Darm-Entzündungen
    • bei Stuhlträgheit: rohen Apfel mit Schale und Kerngehäuse auf nüchternen Magen gründlich gekaut essen (um die Pektine und Ballaststoffe leichter verdaulich zu machen) und viel Wasser trinken. Eine Alternative ist der Genuss von gekochtem Apfelmus oder Apfelkompott, das auch leicht abführend wirkt. 
    • bei Durchfall: rohen (mit oder ohne Schale) fein geriebenen Apfel mehrere Male pro Tag essen


Apfelkur

- zur Stoffwechselanregung/ Entgiftung. Hilft bei Adipositas, Rheuma, Gicht, Arteriosklerose und Diabetes


bei der man für drei Tage lang nur Äpfel isst (etwa 20 Stück)
kann bei der Rauchentwöhnung helfen, weil man durch die vielen Äpfel eine Abneigung gegen das Rauchen bekommt.
Auch für Nichtraucher gesundheitsfördernd, weil sie den Stoffwechsel anregt und das Verdauungssystem auf Vordermann bringt.


oder
Einen Tag in der Woche oder 3 bis 4 Tage pro Monat ausschließlich von Äpfeln ernähren (mind. 6 pro Tag). Diese können frisch, gekocht oder gebraten verzehrt werden.


Apfelessig
Herstellung siehe Buch “Natürlich heilen mit Apfelessig”. Zwischenschritte sind Saft und Mostherstellung
lindert Hals- und Rachenentzündungen, wenn man 1 Glas heißes Wasser, 1 Esslöffel Honig und 1 Teelöffel Apfelessig schluckweise trinkt.
Das Gurgeln mit Apfelessig und Wasser im Verhältnis 1 : 3 kann bei Heiserkeit helfen.
weitere Anwendungen in oben genanntem Buch (Heilmittel, Körperpflege)


Tee:
aus der Frucht:
- hilft bei Nervosität
Zubereitung:
Apfelfruchtfleisch in kleine Stückchen schneiden. 1 bis 2 Teelöffel der Apfelstückchen (getrocknet oder frisch) pro Tasse mit siedendem Wasser übergießen. Aufguss 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und möglichst heiß in kleinen Schlucken trinken.
oder
6 Äpfel Äpfel waschen, die Kerngehäuse und Blütenansätze entfernen. In Stücke schneiden. Mit dem Saft von zwei Zitronen begießen. Ein Liter Wasser aufkochen, die Apfelstücke aufgießen. Mit 2 EL Honig süßen und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Durch ein Sieb abgießen. Man kann auch mit Zimt, Anis, Fenchel etc. den Geschmack verändern. Warm oder kalt trinken.
oder
Ungeschälte Apfelscheiben (frisch oder getrocknet), mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und zwei Stunden ziehen lassen.
oder
Eine kühle Variante des Apfeltees lässt sich einfach mit einer ungeschälten Scheibe Apfel zubereiten. Überbrühen Sie diese mit einem Liter siedendem Waser und lassen Sie den Aufguss 2 Stunden ziehen. Trinken Sie den Apfeltee in kleinen Schlucken.

aus den Schalen:
- hilft gegen Nervosität, geistige Erschöpfung, die Abwehrkräfte zu stärken, bei Grippe, Erkältungen, Fieber, Bronchitis.
Zubereitung:
Apfelschale in kleine Stückchen zerschneiden. 1 bis 2 Teelöffel der Apfelstückchen (getrocknet oder frisch) pro Tasse mit siedendem Wasser übergießen. Aufguss 5 bis 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und möglichst heiß in kleinen Schlucken trinken.

aus den Blättern:
- fördert den Stoffwechsel
Zubereitung:
frische, junge Apfelblätter pflücken und in kleine Stückchen zerhacken. Einen Teelöffel Apfelblätter pro Tasse mit heißem Wasser aufgießen und den Aufguss circa 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Abseihen und in kleinen Schlucken trinken.

Aus den Blüten:
- grippale Infekte
Zubereitung:
wenn die Apfelbäume in voller Blüte stehen, die Blüten pflücken und gut ausgebreitet trocknen lassen.
Bei Bedarf  1 Teelöffel Apfelblüten pro Tasse mit heißem Wasser übergießen und circa 10 Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken trinken. 


gebratene Äpfel mit Honig:
bei Heiserkeit, Halsschmerzen, Fieber


Apfelmaske
Für eine reine und zarte Haut
Ein geschälter Apfel wird gerieben und mit etwas Honig verrührt, die Mischung bis zu 20 Minuten einwirken lassen und vorsichtig abwaschen.


Als Auflage:
- Entzündungen, frischen Wunden, offene Hautstellen
Apfelblätter zerdrücken um deren Saft zu extrahieren Dann zerdrückte Apfelblätter auf die betreffende Körperstelle legen.
 

Waschung:
- unreine Haut/ Akne
Mit einer Mischung aus Apfelessig und Mineralwasser in einem Verhältnis von 1:1.
Gesicht regelmäßig, z.B. jeden Morgen damit waschen


Umschläge aus Apfelbaumrinde:
- lindert Ekzeme
Eher weichere Apfelbaumrinde zerreiben bis ein Brei entsteht. Den Rindenbrei zwischen zwei dünne Baumwolltücher geben, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. Umschläge circa 15 bis 30 Minuten auf der Haut lassen und die Therapie bei Bedarf täglich wiederholen. 


Einreibung
- gegen Varikosis (Krampfadern)
Einreibung der betroffenen Stellen mit lauwarmem Apfelessigwasser (im Verhältnis 1:1)


Wickel:
Kalter:
- gegen rheumatische Beschwerden mit akuter Entzündung
Äpfel reiben bis sie zu Brei werden. Brei zwischen zwei Baumwolltücher streichen um den direkten Hautkontakt zu vermeiden
Warmer:
- chronischen Entzündungen