Knoblauchauch, Schnittknoblauch


Beschreibung:
aus einer Zwiebel wächst ein beblätterter, aufrechter runder Blütenschaft, der bis zu 1m hoch werden kann. Die Blätter sind breitlineal und zugespitzt, ganzrandig und etwa 1cm breit. Die Blüten sind in einer Dolde angeordnet, langgestielt und rötlichweiß. Neben den Blüten sitzen etwa 20 bis 25 Brustzwiebeln (nur zur Vermehrung nicht zum Verzehr geeignet). Der gesamte Blütenstand ist von einem Hochblatt umgeben, das als Ganzes abfällt. Im Boden entwickeln sich die Zwiebel, die fast kugelig ist und einen Durchmesser von 4cm aufweist. Auf dem Zwiebelkuchen, der unterseits von Wurzeln bedeckt ist, sitzt die eiförmige Hauptzwiebel, um diese herum sind die gekrümmten Nebenzwiebeln, die man Knoblauchzehen nennt, angeordnet. Sie sind von weißlichen, trockenhäutigen Niederblättern gemeinsam umhüllt, und jede Zehe ist außerdem von einer Hülle umgeben.

verwendete Pflanzenteile:
frische Knoblauchzwiebel

Blütezeit:
Juli - August

Pflanzzeit:
März - April. Zehen in den Boden setzen - jährlich neu. Nur in warmen Gegenden ist sie mehrjährig. In wärmeren Gegenden auch im Herbst mgl.

Vorkommen:
in Gärten in Kulturen. Verlangt einen schweren, gut gedüngten, doch nur mäßig feuchten Boden und sonnigen und warmen Standort

Haltbarmachung:
gebündelt an einem lufitgen, trockenen, frostfreien Irt aufhängen

Inhaltsstoffe:
Allicin (antibiotische Eigenschaften), Vitamin A, B1 und C, Nicotinsäureamid, Hormone die ähnlich wie männliche und weibliche Sexualhormone wirken, Fermente, Cholin, Rhodanwasserstoffsäure, Jod, Selen, Saponin. In Ölausszügen: Dithiine und Ajoen



Wirkung und Anwendung:
innerlich: im Essen, als Saft

  • wirksam bei Gärungsprozessen im Darm, ist blähungstreibend (karminativ) und gallentreibend (choleretisch), senkt den Cholesterinspiegel im Blut, Appetitlosigkeit, Verdauungsstörungen, Blähungen, Magen- und Darminfektionen, Magenschwäche, Verstopfung, Durchfall,®  2-3 bis 5-10 Zehen pro Tag im Essen, roh oder gekocht; Knoblauchmilch
  • bei spastischen (krampfartigen) Schmerzzuständen, krampflösend
  • wirkt gefäßerweiternd und entspannend (v.a. an Beine und auch Augenhintergrund und Gehirn), verringert die Thrombozytenaggregations-bereitschaft (Zusammenballen der roten Blutkörperchen), Blutverdünend (! bei Schwangeren), Arteriosklerose, Bluthochdruck, Herzschwäche
  • soll allg. vor dem Altern bewahren
  • bei Erkrankungen der Atemwege: gegen Bronchitis und Keuchhusten z.b. Knoblauchsaft, süßer Knoblauchsaft oder zequetschte Knoblauchzehen mit Honig
  • antibakteriell, desinfizierend, Resistenzsteigerung, Immunsystem stärkend, Infektionen
  • sekretionssteigernd, Lungenschwäche, Asthma
  • bei Warzen und Herpes: Zehen zerdrücken und Brei auftragen, Akne: frische Zehe auf betreffende Hautstelle reiben
  • Würmer
  • Vorbeugend gegen Krebs (bedingt)
  • Wechseljahrsbeschwerden



Knoblauchsaft:
5 Knoblauchzehen zerquetscht oder feingehackt mit 5 Tl Zucker vermischen, dazu Wasser geben und zum Sieden bringen. Etwa 5 min ziehen lassen und dann durch ein Tuch abseihen. (bei Bronchitis und Husten Löffelweise über den Tag verteilt einnehmen)



Knoblauchmilch:
3 Zehen in 1/8 L Milch pressen, Milch aufkochen und abseihen.



Tinktur:
Knoblauch in kleine Stücke schneiden und im Alkohol zehn Tage ziehen lassen. Regelmäßig schütteln. Dann abseihen und einige Tropfen Angelikawurzelöl hinzugeben. Das Angelikawurzelöl schwächt den Geruch ab.
20 Tropfen täglich einnehmen.

Knoblauch wird im Handel auch in Kapseln angeboten, so dass man ihn ohne Geruchsrisiko einnehmen kann.