Löwenzahn  (Taraxacum officinale)


Beschreibung:
er ist eine äußerst anpassungsfähige 20 - 40 cm hohe Staude, die mit jedem Boden zufrieden ist. Seine kräftige Pfahlwurzel, wird bis zu 30 cm lang. Die Blätter, rosettenartig angeordnet, sind verschieden tief gesägt oder gespalten, lanzettlich und 5 bis 25 cm lang. Die leuchtend gelben Blütenköpfe sitzen am Ende eines hohlen Blütenstengels. Die reifen Früchte sind mit einem fallschirmartigen Anhängsel ausgestattet (Pusteblume).
In der gesamten Pflanze (Stengel, Blätter, Wurzel) hat er weißen Milchsaft.

verwendete Pflanzenteile:
frische Blätter (als Salat, Beilage, Spinat, zu Weichkäse etc.; (Bier daraus als Stärkungsmittel))
Wurzeln und Blüten

Blütezeit:
März - Mai

Vorkommen:
überall

Ernte:
Blätter und Blüten: Frühling

Wurzel: Frühling oder Frühherbst (Wurzel wird bis zu 30cm lang)
für frische Blätter im Winter: im Herbst Wurzeln in den Topf geben und wachsen lassen

Haltbarmachung:

trocknen

die Wurzel der Länge nach spalten und zusammen mit dem Kraut aufhängen (v.a. Blattrosette); bis 40° auch im Ofen mgl.

Inhaltsstoffe:
Vitamine (C, E, B-Komplex), Bitterstoffe (Sesquiterpen), Triterpene, Sterole, Carotinoide, Flavonoide, Gerbstoffe, Aminosäuren, Mineralien (viel Kalizum), Spurenelemente (Zink, Kupfer), wenig ätherisches Öl, Schleime, Fructose, Kohlenhydrate (z.B: Inulin), Kaffeesäure, Kaliumsalze, Cholin, Inulin



Wirkung und Anwendung:

  • Anregung der Leber zu erhöhter Aktivität, Leberschwäche, als Bittertonikum bei Verdauungsbeschwerden, verringert Gallensteinbildung, bei Störungen des Gallenflusses, Gallenschwäche, Völlegefühl, Verstopfung, Blähungen, Appetitlosigkeit, Magenschwäche
  • zu Entschlackung in Frühjahrs- und Herbstkur, blutreinigend: fördert die Ausscheidung; verbessert DB im BG
  • anregend, Frühjahrsmüdigkeit
  • Anregung der Niere zu erhöhter Aktivität, Nierenstein, harntreibend, Wassersucht
  • Rheuma, Gicht, chronische Gelenkerkrankungen
  • allg. bei Stoffwechselstörungen, Diabetes mellitus
  • Hautausschlag, chronische Hautleiden, Ekzem, Hühnerauge, Warzen, Pickel, Schönheitsmittel
  • blutbildend
  • tonisierend, Hämorrhoiden, Arteriosklerose
  • Bronchitis, Husten, Fieber
  • Allergien
  • Kopfschmerzen
  • Wechseljahrsbeschwerden, Menstruationsfördernd, hilft, die Brust zu straffen, die Angst vor Brustkrebs zu nehmen, Brustspannen zu erleichtern, gegen Brustknoten, Brustzysten und Milchstau.


Wir können Blätter, Blüten und Wurzeln verwenden. Am wirksamsten ist ein Löwenzahntee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht.

! Achtung: evtl. Kontaktallergie oder saures Aufstoßen durch den Milchsaft


Tee:
mit getrockneten Blätter und/oder Wurzeln
(auch mit frischen Blättern mgl. v.a. als Frühjahrskur)
(Abkochen der Wurzeln: appetitanregend, verdauungsfördernd)

  • n. Pahlow: 1-2 Tl mit 1/4 l kaltem Wasser übergießen, dann 1 min kochen und n. 10 min abseihen; Kur: 4-6 Wochen; mit Saft oder Tee: 2x tägl. 1 Tasse Tee oder 1 EL Saft
  • Klosterheilkunde: 2 Tl Kraut oder Wurzel mit 1 Tasse kaltem Wasser übergießen, kurz aufkochen, 10 min ziehen lassen und dann abseihen; Kur: tägl. 2-3x 1 Tasse Tee jeweils vor den Mahlzeiten trinken und jeweils 1 Glas Wasser nachtrinken
  • durch längeres Wässern wird der bittere Geschmack gemildert



Öl:
als Kalt- oder Warmauszug, wenn es zieht in die Sonne stellen (wenn Warmauszug mind. 1 Stunde bis zu acht Stunden im warmen Wasserbad stellen)

  • zum direkten Auftragen, einreiben, einmassieren
  • zur Salbenherstellung



Brustöl:
Anwendung:
Es in erster Linie ein Bestandteil der Brustcreme mit Lanolin und der Brustcreme mit Tegomuls. Alternativ kann man aus dem Brustöl auch eine Salbe mit Bienenwachs zubereiten.
oder direkt in die Brust einmassieren: ein- bis zweimal täglich

Wirkung:
Die Kräutermischung des Brustöls hilft, die Brust zu straffen, die Angst vor Brustkrebs zu nehmen, Brustspannen zu erleichtern, gegen Brustknoten, Brustzysten und Milchstau.
Zur Anwendung wird das Brustöl ein- bis zweimal täglich liebevoll in die Brust einmassiert.

Zutaten:
Zu gleichen Teilen:

  • Löwenzahn, das ganze blühende Kraut mit Blättern, Stengeln und Blüten
  • Frauenmantel
  • Angelikawurzel
  • Salbei (wahlweise)
  • Schafgarbe (wahlweise)
  • Rotklee (wahlweise)

und

  • Pflanzenöl (z.B. Ölivenöl)


Zubereitung:
Warm-Öl-Auszug aus den oben genannten Kräutern.
Wenn man getrocknete Kräuter verwendet kann man auch den Kalt-Öl-Auszug machen.
Außerdem kann man zusätzlich mit den gleichen Kräutern eine Tinktur ansetzen (auch hier kalt oder warm)


Brust-Lanolin-Creme:
- Diese Creme ist etwas fetthaltiger als die Brustcreme mit Tegomuls.
- ein- bis zweimal täglich einreiben


Wirkung:
hilft, die Brust zu straffen, die Angst vor Brustkrebs zu nehmen, Brustspannen zu erleichtern, gegen Brustknoten, Brustzysten und Milchstau.

Zutaten:

  • 30 ml Brust-Öl
  • 15 gr Lanolin anhydrid (Wollwachs ohne Wasser)
  • 4 gr Bienenwachs
  • 30 ml Brust-Tinktur (siehe Brust-Öl)
  • 15 Tr ätherisches Lavendel-Öl


Anleitung:
Das Brustöl, Lanolin und Bienenwachs in einem Glas vermischen. Die Tinktur in ein zweites Glas gießen.
Beide Gläser in ein heißes Wasserbad stellen und erhitzen bis die festen Bestandteile geschmolzen sind. Dann die Tinktur nach und nach unter ständigem Rühren in die Ölmischung gießen. Dann rühren bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist. Nun das Lavendel-Öl unter ständigem Rühren in die Creme tropfen lassen. Zum Schluss die Creme in einen Salbentigel füllen und beschriften. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält sie sich länger als ungekühlt.


Brust-Tegomuls-Creme
- Diese Creme ist etwas leichter und wasserhaltiger als die Brustcreme mit Lanolin
- ein- bis zweimal täglich einreiben


Wirkung:
hilft, die Brust zu straffen, die Angst vor Brustkrebs zu nehmen, Brustspannen zu erleichtern, gegen Brustknoten, Brustzysten und Milchstau


Zutaten:

  • 15 ml Brust-Öl
  • 1 gr Bienenwachs
  • 5 gr Sheabutter (siehe: Sheabutter bei Naturkosmetik-selbstgemacht.de)
  • 4 gr Tegomuls
  • 30 ml Wasser (Mineralwasser oder Aqua dest.)
  • 15 ml Brust-Tinktur (siehe Brust-Öl)
  • 15 Tr ätherisches Lavendel-Öl
  • Evtl. Konservierungsmittel nach Wahl (siehe Haltbarkeits-Seite)


Anleitung:
Brustöl, Bienenwachs, Sheabutter und Tegomuls in ein Glas vermischen. Wasser und Tinktur in einem anderen Glas vermischen. Beide Gläser in ein heißes Wasserbad stellen und erhitzen bis die festen Bestandteile geschmolzen sind. Die Wassermischung in die Ölmischung gießen und rühren bis die Creme auf Handwärme abgekühlt ist. Nun das Lavendel-Öl unter ständigem Rühren in die Creme tropfen lassen.
Zum Schluss die Creme in einen Salbentigel füllen und beschriften. Im Kühlschrank aufbewahrt, hält sie sich länger als ungekühlt.


Löwenzahn-Blütenessenz:
Die Löwenzahn-Blütenessenz hilft Menschen:

  • die durch festgehaltene Gefühle Muskelverspannungen bekommen haben
  • die immer wieder durch Verkrampftheit unter steifem Nacken leiden
  • die sich nicht trauen, ihre Meinung zu sagen
  • die ständig unter Stress stehen
  • die nicht loslassen können
  • die eine stabilere Erdung brauchen
  • die mit beiden Beinen auf dem Boden trotzdem flexibel sein wollen
  • Im positiven Löwenzahnblüten-Zustand steht man mit beiden Füssen fest auf den Boden und kann den Herausforderungen des Lebens begegnen, ohne sich nachhaltig zu verkrampfen.
  • Gefühle können gelebt werden, ohne, dass sie sich als Spannungen in den Muskeln festsetzen.
  • Man ist beweglich und fühlt sich in seinem Körper wohl.

Herstellung: http://heilkraeuter.de/bluetenessenzen/sonnenmethode.htm



Hautpflege:
Reinigungsmilch mit Beinwell (beruhigend) und Löwenzahn (tiefenreinigend):
Aufguss mit 12 TL gehackten, jungen Löwenzahnblätter und 2 TL gehackten, jungen Beinwellblätter mit 250 ml kochendem Wasser, 2 Std. ziehen lassen, dann abgießen; 200ml Aufguss in einer Schüssel mit 200 ml Vollmilch verrühren, in eine Flasche füllen und im Kühlschrank aufbewahren (hält sich eine Woche), vor Gebrauch schütteln



Löwenzahn-Kaffee:
Aus den Wurzeln kann ein Kräuterkaffee hergestellt werden. Dazu werden sie klein gewürfelt und getrocknet. In einer Pfanne oder auf dem Backblech werden sie vorsichtig unter Umrühren geröstet und anschließend in einer Kaffeemühle fein gemahlen. Nimm auf eine Tasse Wasser 1 TL dieses Pulver und koche es kurz auf. Nur kurz ziehen lassen. Am besten schmeckt der Kaffee mit Milch, Zimt und Honig.


weitere Anwendungen:
Blüten: in Honig einlegen (Brotaufstrich), in Weißwein ansetzen (als Apeterif)
frische Blätter als Salat, Beilage, Spinat, zu Weichkäse etc.; (Bier daraus als Stärkungsmittel)