Salbei  (Salvia officinalis)


Beschreibung:
Er ist ein 20 - 60 cm hoher Halbstrauch, unten verholzt, oben krautig, mit einem vierkantigen, filzig behaarten Stengel. Die Blätter sind elliptisch, länglich oder eiförmig, gestielt oder sitzend gegenständig am Stengel angeordnet, grünlichgrau und von unterschiedlicher Länge. Die hell- bis violettblauen Blüten sitzen an den Enden der Triebe in zu lockeren Ähren angeordneten Quirlen.

verwendete Pflanzenteile:
die Blätter und das daraus gewonnene ätherische Öl

Blütezeit:
Mai - Juli

Vorkommen:
Vermehrung durch Stockteilung (besser als aussähen)
Standort: sonnig und warm
Boden: trocken, gut durchlässig

Ernte:
laufend junge Triebe und Blätter (als Gewürz kurz vor dem Servieren reingeben)
für arzneiliche Zwecke: Blätter vor der Blütezeit ernten und trocknen
An schönen Tagen ist der Ölgehalt der Pflanzen besonders hoch

Haltbarmachung:
trocknen: rasch und schonend an einem schattigen Ort
Außerdem kann er kann eingefroren oder in Öl eingelegt werden.

Inhaltsstoffe:
ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Triterpene, Gerbsäure, Harz, Ledol, Limonen, Menthol, Östrogenartige Stoffe, Oleanolsäure, Pinen, Sabinol, Salizylsäure, Saponine, Terpineol, Thujon, Thymol, Zink, Vitamine, d-Kampfer, Salviol, Salven, Betulin, Asparagin, Bitterstoff, Borneol, Carnosinsäure, Zineol, Fumarsäure, östrogenartige Substanzen


Wirkung und Anwendung:

  • Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischbluten, Schleimhautentzündungen in Mund und Rachen, Mandelentzündungen, schlecht heilende und eitrige Geschwüre, Ekzeme, Erysipel, Gürtelrose, Gesichtsrose, Haarausfall, Hauterkrankungen, Mundgeruch
  • Reizhusten, Husten, Asthma, Bronchialkatarrh, Halsschmerzen, Bronchitis, Erkältungen, Heiserkeit, Kehlkopfkatarrh, Keuchhusten, Lungenschwäche, Rachenentzündungen, Raucherhusten
  • Schwindel, Kopfschmerzen
  • Verdauungsschwäche und -beschwerden, Magenschmerzen und -beschwerden, krampflösend, regt Gallentätigkeit, appetitanregend, Blähungen, Durchfall, Leberschwäche, Verstopfung
  • Epilepsie, Gicht, Rheuma
  • Diabetes, Übergewicht
  • Herzschwäche, tonisierend
  • beruhigend, Depressionen, Gedächtnisschwäche, Nervenschwäche
  • schweißhemmend, Fußschweiß, Nachtschweiß, Starkes Schwitzen,
  • fördert die Wundheilung, blutreinigend, blutstillend, adstringierend, Insektenstiche, Schlecht heilende Wunden, desinfizierend, entzündungshemmend, antibakteriell
  • Hemmt die Milchsekretion, Menstruationsbeschwerden, Schmerzhaft geschwollene Brüste, Wechseljahrsbeschwerden, Weißfluss
  • Hitzewallungen



Nebenwirkung:
! unterbindet die Milchsekretion
bei Überdosierung und Einnahme länger als vier Wochen ohne Unterbrechung  belastet es den Magen, es kann zu Krämpfen, Hitze- und Schwindelgefühl kommen.


Tee:  - zum trinken, gurgeln, spülen, Wundumschläge, feuchte Verbände
1 Tl Blätter mit 1/4 l heißem Wasser übergießen und 10 min lang ausziehen.


Tinktur:

  • Herstellung siehe allg. Tinkturherstellung
  • Zum Gurgeln werden 5 g Tinktur mit einer Tasse Wasser vermischt
  • Will man das Zahnfleisch einpinseln, wird die Tinktur unverdünnt angewendet.



Salbei als Ätherisches Öl:
innerlich

  • 1-2 Tropfen des Öls auf eine Tasse Wasser. Zum Gurgeln werden hingegen 2-3 Tropfen mit 100 ml Wasser vermischt.
  • Es wirkt kräftigend, appetitanregend und krampflösend, Bakterien werden abgetötet und Entzündungen gebremst, hemmt die übermäßige Schweißbildung, Gegen Erkrankungen der Atmungsorgane kann man Salbeiöl inhalieren.

äußerlich

  • bei verdünnter Anwendung wundheilend und adstringierend
  • Es lindert rheumatische Schmerzen


Achtung! Das ätherische Salbeiöl kann bei entsprechend empfindlichen Menschen epileptische Anfälle auslösen!


weitere Anwendungen:

  • Wasch- oder Badezusatz bei unreiner Haut
  • Gekaute Salbeiblätter helfen gegen Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch.
  • Wenn keine Zahnpasta verfügbar ist, kann man durch Salbeikauen auch die Zähne reinigen.