Spitzwegerich (Plantago Lanceolata)


Beschreibung:
er ist ausdauernd. Die Blätter stehen in einer Grundrosette. Sie werden 20 bis 40 cm lang, sind schmallanzettlich, wenig behaart, am Rand nur gelegentlich mit kurzen Zähnen versehen und deutlich längsadrig. 3 bis 7 Blattnerven sind deutlich zu erkennen. Aus der Mitte der grundständigen Blattrosette entspringen 10 bis 40 cm lange aufrechte, blattlose Stengel, die Längsfurchen aufweisen. Am Ende dieser Stengel sitzt eine kurze walzliche bis kugelige Blütenähre mit unscheinbaren Blüten. Sie bilden zielriche Staubgefäße aus, die zur Blütezeit lang aus den Blüten heraushängen.

verwendete Pflanzenteile:
Blätter, Samen, (Wurzeln)

Blütezeit:
Mai - September

Vorkommen:
überall auf trockenen Wiesen, Feldern, Schuttplätzen und Wegrändern

Ernte:
Blätter: den ganzen Sommer hindurch, am besten jedoch die frischen Blätter kurz vor der Blütezeit
Wurzeln: Ende August bis Oktober

Inhaltsstoffe:
Schleim, Bitterstoffe, Flavonoide, Kieselsäure, das Glykosid Aucubin, Iridoidglykoside, Gerbstoffe, Saponine, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherisches Öl, Lab-Enzym


Wirkung und Anwendung:

  • Husten, fiebrige Lungen-und Bronchialleiden, zur Reizlinderung bei Katarrhen der oberen Luftwege, schleimlösend, Asthma, Bronchitis, Erkältung, Halsentzündung, Halsschmerzen, Keuchusten
  • Hämorrhoiden, Afterjucken
  • Blasen- und Nierenleiden, harntreibend, Blasenschwäche, Ödeme (Wassersucht)
  • starker Menstruation, weißem Ausfluss (bes. junger Mädchen)
  • gegen Spülwürmer
  • Schwindsucht, Blutarmut, Fieber
  • Gicht
  • geschwollene Drüsen
  • Knochenbrüche, Wunden, Hautverletzungen, “antibakteriell“, adstringierend, blutreinigend, blutstillend, entzündungshemmend, Hautabschürfungen, Insektenstiche, Quetschungen, leichte Verbrennungen
  • Fettsucht
  • Geschwüre, Entzündungen, Furunkel, Hautproblemen, Ekzeme, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Soor (Candida), Augenentzündungen
  • Appetitlosigkeit, Darm und Magenschleimhautentzündung, Durchfall, Leberschwäche, Verstopfung



Tee: - trinken und Umschläge etc.
1 bis 2 TL Blätter mit 1/4 L kochendem Wasser übergießen und 15 min ziehen lassen.
Süßen mit Honig ist empfehlenswert.
2 - 3 Tassen Tee tägl.


Saft:

  • frische Blätter in einem Mörser verreiben, danach etwas Wasser zufügen und den Ansatz zum sieden bringen. Ohne abzuseihen reichlich Honig dazugeben.
  • Im Winter auch mit Tee
  • Bei Husten und Fieber: jede Stunde 1 Tl
  • bei Frühjahrskur und zur Blutreinigung
  • frische Verletzungen und Insektenstiche (zerdrückte Blätter)
  • schlecht heilende Wunden (Saft + Kamille für Umschläge)
  • Den frisch gepressten Pflanzensaft kann man gegen Verdauungsstörungen einnehmen.
  • Er hilft bei Darmentzündungen, Magenschmerzen und reguliert die Verdauungstätigkeit.
  • Auch bei Hauterkrankungen kann man den Spitzwegerichsaft innerlich einnehmen. Er wirkt blutreinigend und hilft der Haut beim Abheilen



Sirup:
Der Spitzwegerich-Sirup wird mit Waldhonig gemacht, der von Natur aus halbflüssig ist. Die Wirkstoffe des Honigs wirken antibtiotisch und hustenlindernd, sind also eine wunderbare Ergänzung zur Wirkung des Spitzwegerichs.


Zutaten:
25 gr Spitzwegerich-Blätter
500 ml Wasser
175 ml Wald-Honig


Zubereitung:
Spitzwegerich-Blätter mit Wasser in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Dann aus stellen und 30 min ziehen lassen. Danach das Ganze durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen und noch einmal zum kochen bringen. Solange kochen bis die Hälfte weg ist, dann auf handwarm abkühlen lassen. Jetzt den Honig reinlaufen lassen (erst jetzt da sonst die Wirkstoffe des Honigs zerstört werden würden). Solange rühren bis sich der Honig in der Flüssigkeit löst. Abfüllen und beschriften. Möglichst kühl lagern.


Anwendung
Nimm bei Husten dreimal täglich einen Teelöffel mit dem Sirup


Samen gegen Soor
Die Samen des Spitzwegerichs kann man in Wasser einweichen und dann aufkochen lassen
und sie dann Säuglingen gegen Soor (Candidamykosen) geben.